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Bildungsfelder

Sinn, Werte und Religionen

Voraussetzung hierfür ist, dass Kinder in ihrem Selbstbestimmungsrecht ernst genommen werden, den Umgang mit den Konflikten von Freiheiten sowie Grenzen einüben können und in der Erzieherinnen eine verlässliche Autorität finden, die selbst überzeugend für Sinn– und Wertorientierung steht.

Religiöse Feste, Ausdrucksformen und Geschichten spielen beim Erleben religiöser Traditionen eine wichtige Rolle.

Sinne

Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und erforschen und entdecken die Welt durch Sehen, Beobachten, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen und Schmecken. Sie brauchen vielfältige Gelegenheiten zu sinnlich wahrnehmbaren Welterfahrungen, Zeit und Räume zum Erforschen, Experimentieren, Ausprobieren und Erleben.

Durch freies Spiel im Hof, Rollenspiele, kreatives Tun, Kochen und Backen etc. haben die Kinder vielfältige Möglichkeiten ihre Sinne zu schulen und zu sensibilisieren.

Kognitiver Bereich

Denkförderung setzt eine gewisse Ausdauer und Konzentration sowie eine Lern– und Leistungsbereitschaft des Kindes voraus. Die Beobachtungs– und Merkfähigkeit, sowie die Aufmerksamkeit sollen hierbei gefördert werden. Dies geschieht bei uns unter anderem durch gezielt gesetzte Anreize und Impulse, so zum Beispiel bei der Raumgestaltung.

Kindliches Denken ist ganzheitliches Denken. Mit Beschäftigungsangeboten / Aktivitäten wollen wir das kindliche Denken fördern und anregen. Dies geschieht durch:

  • das Begegnen mit Formen, Figuren, Mustern und Zahlen
  • Fingerspiele, Singspiele, Abzählreime
  • Sortieren, Ordnen, Benennen und Beschreiben von Gegenständen
  • angeleitetes Experimentieren
  • Thementische, z.B. jahreszeitlich Themen
  • das Suchen nach Fragen und Antworten, z.B. „Ist das Glas halb voll oder halb leer, warum ist es nachts dunkel?“

Sprache

Die Sprache ist eines der wichtigsten Werkzeuge unseres Lebens. Sie ermöglicht es, mit unserer Umwelt in Kontakt zu treten.

Durch unser Sprachvorbild lernen die Kinder sich verbal in allen Situationen auszudrücken (die Sprechfreude der Kinder ernst nehmen). So können sie zum Beispiel Wünsche und Bedürfnisse äußern oder Konflikte verbal lösen.

Wir wollen das Kind zur Sprechbereitschaft anregen und ihm ein gutes Sprach– und Situationsverständnis vermitteln (Satzbau, Wortschatz, Wortbedeutung und Begriffsbildung).

Sprachförderung findet bei uns auf einer breiten Ebene statt. So können wir die Sprache der Kinder im Freispiel fördern durch:

  • Gespräche
  • Vorlesen von Geschichten, Bilderbücher usw.
  • Eingehen auf Fragen und Anliegen der Kinder
  • Spiele / Regelspiele, Brettspiele, Memory
  • Anleiten der Kinder ihre Konflikte verbal zu lösen
  • Lernen sich auszudrücken, wo und wann die Kinder Hilfe brauchen
  • Arbeitsanweisungen (Bitte hole die Schere!)
  • Kommunikation einzelner Spielgruppen miteinander (Bauecke, Rollenspiele in der Puppenecke)

Gezielte Beschäftigungen zur Sprachförderung sind:

  • Bildergeschichten – richtige Reihenfolge erkennen und erzählen lassen
  • Arbeitsblätter – z.B. die Kinder erzählen lassen, was darauf zu sehen ist
  • Arbeitsblätter – Anweisungen umsetzen
  • Schwungübungen kommentieren lassen (großer Kreis, kleiner Kreis)
  • Hörspiele anhören
  • Hörspiele selbst herstellen
  • Kochen und Backen – Gespräche über die Zutaten: wann brauchen wir welche Zutaten, woher kommen die Zutaten
  • Spaziergänge – Naturgespräche – Geräuschen lauschen und beschreiben lassen

Gefühle und Mitgefühl

Ein Kind, das sich in der Gruppe angenommen weiß, hat die Möglichkeit folgende soziale Verhaltensweisen kennen zu lernen:

  • Einüben von Verhaltensweisen...,z.B. Einfügen in die Gruppe
  • auf andere Rücksicht nehmen
  • Gefühle und Bedürfnisse anderer wahrnehmen und akzeptieren
  • Rechte und Pflichten einer Gemeinschaft annehmen
  • Hilfsbereitschaft zeigen
  • sensibel werden für seine Umwelt
  • Gefühle äußern
  • den Nächsten achten
  • sich für andere verantwortlich fühlen
  • mit Menschen, gleich welcher Herkunft, umzugehen sowie auch mit Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen
  • Verantwortung aufbauen
  • Mitverantwortung in der Gruppe
  • Beziehung zu anderen Menschen aufbauen
  • Kompromisse finden lernen

Motorik

Die Kinder erwerben Wissen über ihren Körper und entwickeln ein Gespür für seine Fähigkeiten. Dem motorischen Bereich kommt der natürliche Bewegungsdrang des Kindes entgegen. Er dient zur Kräftigung und Gesunderhaltung des Körpers und baut somit kontinuierlich Kondition auf.

Die koordinativen Fähigkeiten werden dadurch ebenfalls erweitert. Das Kind lernt, sich und seinen gesamten Körper positiv und funktionsgerecht zu gebrauchen. Es werden grob– und feinmotorische Fähigkeiten / Fertigkeiten gezielt differenziert.

Die Grobmotorik und Feinmotorik ist auch ein wichtiger Baustein zum Erlernen der Sprache!

Ein weiterer Bestandteil des motorischen Bereiches ist die Bewegungserziehung. Durch sie erfährt das Kind den Körper als Darstellungs- und Ausdrucksmittel (z.B. Rollenspiele, Fingerspiele, Rhythmik, Turnen, Klanggeschichten usw.)

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